
Der Körper verändert sich durch Bewegung.
Der Geist verändert sich durch Gedanken.
Und Gedanken entstehen selten aus dem Nichts.
Sie entstehen durch Erfahrungen, Gespräche und gute Bücher.
Wer liest, lebt nicht nur sein eigenes Leben.
Mit jedem Buch kommen die Erfahrungen,
Erkenntnisse und Sichtweisen anderer Menschen hinzu.
Sie addieren sich nicht einfach –
sie verbinden sich miteinander und schaffen neue
Möglichkeiten des Denkens und Handelns.
Menschen schaffen Bücher.
Aber Bücher schaffen auch Menschen.
Sie beeinflussen,
wie wir die Welt betrachten,
welche Fragen wir stellen und welche Entscheidungen wir treffen.
In diesem Sinne sind Bücher weit mehr als bedrucktes Papier.
Bücher sind Wachstumsattraktoren zwischen zwei Buchdeckeln.
Ähnlich wie beim Training
kommt es dabei nicht auf einzelne Wiederholungen an,
sondern auf Kontinuität.
Ein einziges Kapitel verändert selten ein Leben.
Über Monate und Jahre entsteht jedoch etwas anderes:
Eine Aufwärtsspirale aus Wissen,
Verständnis und Handlungsmöglichkeiten.
Ein gewichtiger Teil meiner inneren Ruhe,
Stabilität und Entwicklung ist durch Lesen entstanden.
Selten lese ich nur ein Buch.
Meist begleiten mich mehrere Bücher parallel –
aus unterschiedlichen Bereichen.
Wenn ich etwas Bestimmtes verstehen möchte,
tauche ich gezielt tiefer ein und lese die dazu verfügbaren Bücher.
Je mehr unterschiedliche Gedankenwelten dabei aufeinandertreffen,
desto mehr Verbindungen entstehen.
Oft sind es genau diese Verbindungen,
aus denen neue Perspektiven,
bessere Fragen und zusätzliche Handlungsmöglichkeiten entstehen.